Maikel und Negrito

Auch Maikel und Negrito stehen mit ihrer Geschichte quasi stellvertretend für viele andere kanarische Katzen in derselben Situation: Sie tauchten eines Tages in einer Hotelanlage auf und bettelten dort um Futter. Tierliebe Angestellte und vor allem viele der Gäste fütterten sie regelmäßig, beide wurden sehr zahm und zutraulich und führten - für kanarische Verhältnisse - eigentlich ein ganz gutes und recht sicheres Leben in der Hotelanlage. Von den Gästen gab es auch immer reichlich Streicheleinheiten (wer hätte auch diesen blauen Augen widerstehen können??); ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen und Sonnen fand sich in den weitläufigen Außenanlagen des Hotels für sie immer.

Die Idylle währte genau so lange, bis die Besitzer des Hotels zu einem Inspektionsbesuch kamen und verkündeten, die Katzen müssten weg, Tiere seien in der Hotelanlage nicht erwünscht. Glücklicherweise alarmierte uns eine katzenliebende Hotelangestellte, sonst wären die beiden wohl entweder im Tierheim gelandet oder auf kurzem Weg „entsorgt“ worden (schon früher hatten wir aus dieser Hotelanlage Katzen gerettet, bei denen Schrotkugeln im Muskelfleisch gefunden wurden!). Wir hatten nur wenige Tage Zeit, um die beiden anderswo unterzubringen, aber das Glück griff uns unter die Arme und wir fanden für beide jeweils ein schönes Zuhause auf der Insel. Vorab ließen wir sie natürlich noch schnell kastrieren, impfen und chippen, etwas, das kanarische Adoptanten aus Kostengründen sonst gern mal „vergessen“. Jetzt leben beide zufrieden bei ihren neuen Familien, die Hotelbesitzer sind fürs erste zufrieden ... bis die nächsten streunenden Katzen ihren Weg in die Anlage und zu tierlieben Touristen finden werden, was natürlich nur eine Frage der Zeit ist ...

Maikel

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Maikel und Negrito

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