Katzenhilfe Gran Canaria Felicitas Heyne
Liebe(r) Katzenfreund(in),


mein Name ist Felicitas Heyne, ich bin Diplom-Psychologin, Paartherapeutin und Buchautorin. Als ich im Winter 2010 nach Gran Canaria auswanderte, hatte ich keine Ahnung von der Situation der Katzen auf den kanarischen Inseln. Das änderte sich aber zu meinem Leidwesen schnell, nachdem ich eine Weile hier lebte.

Katzen haben hier absolut nicht den Stellenwert, den sie bei uns in Deutschland haben. Sie sind als Haustiere unbeliebt und werden - wenn überhaupt - höchstens auf landwirtschaftlichen Plantagen als Nutztiere zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen gehalten. Viele sehen Katzen als Überträger von Krankheiten, ja sogar als Plage oder Ungeziefer an.

Aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen können Katzen zu allem Übel auf den Kanaren bis zu viermal im Jahr trächtig werden. Die meisten dieser Tiere finden hier auf Gran Canaria niemals ein Zuhause; sie führen ein elendes Leben auf den Straßen und sterben entweder qualvoll an Hunger, Verletzung oder Krankheit, werden überfahren, vergiftet oder auf andere grausame Weise getötet. Jedes Jahr werden auf Gran Canaria Hunderte (!) von lebenden Katzen einfach in den Müll oder ins Meer geworfen, viele davon hilflose Katzenbabies, die noch nicht einmal die Augen geöffnet haben.

Als jemand, der fast sein ganzes Leben mit Katzen zusammen gelebt hat, konnte ich so viel Katzenleid einfach nicht mit ansehen. Ich hatte die Wahl, entweder wieder zurück nach Deutschland zu gehen - oder etwas zu unternehmen. Ich entschied mich für Letzteres, und rief kaum ein halbes Jahr nach meiner Ankunft hier auf der Insel das Katzenschutzprojekt „Gatopción“ ins Leben.

Ziel des Projekts war und ist es, eine nachhaltige Lösung für das Katzenelend auf Gran Canaria zu schaffen. Nur in Ausnahmefällen vermitteln wir deshalb Katzen an ausländische Adoptanten, in erster Linie ist uns daran gelegen, für heimatlose Tiere hier auf den Inseln neue Zuhause zu finden. Daneben liegt ein Schwerpunkt auf der Sterilisation von Straßenkatzen, um der unkontrollierten Vermehrung frei lebender Tiere entgegen zu wirken. Und natürlich betreiben wir, wo wir können, Aufklärungsarbeit, um das Image von Katzen zu verbessern und ein Problem- und Verantwortungsbewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen.

Sechs Jahre, über 1.000 Adoptionsvermittlungen und Hunderte von Sterilisationen später übertrifft das Ergebnis des Projekts schon heute alle meine Erwartungen. Mein Katzenschutzprojekt ist im Internet zur wichtigsten Katzenplattform der Kanaren geworden und ich arbeite mit Tierschutzorganisationen auf allen kanarischen Inseln zusammen. Seit 2016 ist Gatopción ein als gemeinnützig anerkannter Verein.

Damit wir auch in Zukunft unsere Arbeit zum Schutz der Katzen auf den Kanaren fortführen und verbessern können, brauchen wir Ihre Unterstützung! Die wirtschaftliche Lage der einheimischen Bevölkerung ist hier noch prekärer als auf dem spanischen Festland; es ist deshalb schwierig bis unmöglich, ausreichend Spenden für unsere Projekte hier vor Ort aufzutreiben. Und darum hoffe ich auf Sie, liebe(r) Leser(in) und Katzenfreund(in)! Helfen Sie mit, den Katzen auf den Kanaren eine bessere Zukunft zu ermöglichen!